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Historische Romane

lese ich von Zeit zu Zeit recht gerne. Nicht weil ich glaube dadurch mein Wissen über die Zeit in der eben diese Romane spielen ausbauen zu können, sondern weil es mir gefällt wenn sich auch mal die Kulisse wechselt. Das der wissenschaftliche Anspruch solcher Werke meist eher gering ist, ist mir dabei klar.

Aber eigentlich gehts mir auch gar nicht um die Romane, sondern mehr um ein Phänomen das nur Teile dieser Romane betrifft, nämlich den oder die Hauptprotagonisten. Die Typen kotzen mich an. Das sins meist die perfekten Menschen, die die aufgeklärt sind, an Gleichberechtigung glauben, umfassend gebildet sind und natürlich nur die schärfsten Frauen vögeln. Kann man neidisch sein auf Romanfiguren? Vielleicht bin ichs. Aber im Grunde ist es ihre Geisteshaltung die mich am meisten...langweilt. Es sind immer oder zumindest meistens absolut tolerante (auch wenn Toleranz ja eigentlich scheisse ist) und aufgeschlossene Menschen ohne wirkliche Vorurteile oder anderen charakterlichen Schwächen. Solche perfekten Menschen langweilen mich irgendwann. Zu glatt. Und wenn dann noch alles in einem Über-Happy End mündet bin ich gänzlich enttäuscht.

 

Ums kurz zu machen:

Ich will keine Geschichten von perfekten Menschen lesen dennen alles gelingt. Ich will Geschichten von Menschen die, wie alle anderen auch, eben auch mal auf die Schnautze fallen, dennen eben nicht alles gelingt und vor allem...die auch schlechte Eigenschaften haben. Sonst isses ja langweilig. Zudem kann man sich mit schwachen Menschen eher identifizieren als mit perfekten.

Ich mag Homer und ich mag Doug. 

6.10.07 09:08, kommentieren

Meta Ebene(oder so)

vermutlich habe ich den falschen Begriff als Überschrift für das Thema dieses Eintrags gewählt, was mir aber im Grunde egal ist.

Worum es mir geht ist das 'verhandeln' im Rollenspiel oder besser das diskutieren über den Einsatz von bestimmten Traits oder Aspekten oder was auch immer in Konfliktsituationen. Aktuelles Beispiel..ich lese gerade Spirit oder the Century...das Setting ist großartig und das Fudgesystem mit dem Fertigkeitswürfe abgehandelt werden gefällt mir persönlich auch.

Aber: Hier hat jeder Charakter 10 Aspekte die ihn näher beschreiben sollen (also z.B.: 'kenne da jemanden'), diese Aspekte sollen den Charakter näher beschreiben und auch die Möglichkeit bieten ihn in Konflikte zu stürzen. So weit so gut, jetzt können aber diese Aspekte dazu eingesetzt werden Würfe zu wiederholen oder zu modifizieren und darüber ob ein bestimmter Aspekt jetzt benutzt werden kann oder nicht...wird eben verhandelt. Jetzt entsteht für mich der Eindruck das man, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen, unbedingt versucht wird ja auch jeden Aspekt irgendwie in den aktuellen Konflikt einzubauen um das Maximum aus dem System herauszuholen.

Mich nervt das.

Das hat mich auch schon bei Dogs in die Vineyard gestört..man versucht unbedingt noch irgendwie alles einzubringen (bei Dogs kam noch das Würfelrumgeschiebe dazu oder das was ich als solches in Erinnerung habe).

Wenn ich spiele und gerade so richtig im Spiel drin bin, will ich maximal einen Wurf machen und fertig, dann will ich wissen was passiert ist. Bin ich deshalb ein 'old-school' Spieler? Nein, weil mir eigentlich auch dieser eine Wurf zuviel ist.  

1 Kommentar 10.10.07 09:39, kommentieren

Rauchverbot

...stinkt mir!

was soll das eigentlich?

gut ich sag mal, in öffentlichen Gebäuden und an Bahnhöfen seh ich das ja ein. Da muss nicht an jeder Ecke einer stehen und seiner Sucht fröhnen...ob das von Frohnarbeit (vom alten Wort Fro=Herr) kommt?

Egal

aber in Kneipen und Discotheken seh ich das nicht ein...wie verweichlicht sind den die Nichtraucher von heute? Warum gehen die denn in eine Kneipe?

Also ich persönlich will nach nem Kneipen-/Discothekenbesuch stinken..wozu gehe ich den sonst dahin?

Na wie auch immer, mir als Nichtraucher könnte das ja egal sein, aber irgendwie..mit dem Rauchverbot geht ein weiteres Stück persönlicher Freiheit dahin

und wieder einmal juckt das keinen

Schade eigentlich. 

20.10.07 21:19, kommentieren