Historische Romane

lese ich von Zeit zu Zeit recht gerne. Nicht weil ich glaube dadurch mein Wissen über die Zeit in der eben diese Romane spielen ausbauen zu können, sondern weil es mir gefällt wenn sich auch mal die Kulisse wechselt. Das der wissenschaftliche Anspruch solcher Werke meist eher gering ist, ist mir dabei klar.

Aber eigentlich gehts mir auch gar nicht um die Romane, sondern mehr um ein Phänomen das nur Teile dieser Romane betrifft, nämlich den oder die Hauptprotagonisten. Die Typen kotzen mich an. Das sins meist die perfekten Menschen, die die aufgeklärt sind, an Gleichberechtigung glauben, umfassend gebildet sind und natürlich nur die schärfsten Frauen vögeln. Kann man neidisch sein auf Romanfiguren? Vielleicht bin ichs. Aber im Grunde ist es ihre Geisteshaltung die mich am meisten...langweilt. Es sind immer oder zumindest meistens absolut tolerante (auch wenn Toleranz ja eigentlich scheisse ist) und aufgeschlossene Menschen ohne wirkliche Vorurteile oder anderen charakterlichen Schwächen. Solche perfekten Menschen langweilen mich irgendwann. Zu glatt. Und wenn dann noch alles in einem Über-Happy End mündet bin ich gänzlich enttäuscht.

 

Ums kurz zu machen:

Ich will keine Geschichten von perfekten Menschen lesen dennen alles gelingt. Ich will Geschichten von Menschen die, wie alle anderen auch, eben auch mal auf die Schnautze fallen, dennen eben nicht alles gelingt und vor allem...die auch schlechte Eigenschaften haben. Sonst isses ja langweilig. Zudem kann man sich mit schwachen Menschen eher identifizieren als mit perfekten.

Ich mag Homer und ich mag Doug. 

6.10.07 09:08

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